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Taupunkt

Was ist der Taupunkt

Wie der Name sagt, ist es jener Klimapunkt, an dem die relative Luftfeuchtigkeit 100 % beträgt und beginnt zu kondensieren. Der Taupunkt wird in °C Td an gegeben. Die Taupunkttemperatur ist ein Mass für den Wasserdampfgehalt in einem Gas. Wird Luft komprimiert oder entspannt, verändert sich deren Taupunkttemperatur. Komprimiert man Luft, dann kann sie weniger Wasser aufnehmen und der Taupunkt steigt solange, bis die Luft gesättigt ist und auskondensiert. In diesem Zusammenhang wird auch das Wort Drucktaupunktmessung verwendet, welches das Messen des Taupunktes in Gasen über dem Umgebungsdruck beschreibt..

Was bedeutet Tieftaupunkt-Messung

Von Tieftaupunkt spricht man in der Regel, wenn die Taupunkttemperatur unter -30 °C Td liegt. Dies bedeutet, dass die Luft extrem trocken ist und fast keine Wassermoleküle beinhaltet. Ein Taupunkt von -38 °C Td entspricht bei 23 °C eine Feuchtemessert von 0,8 %rF, was der Genauigkeit eines HygroClip2 entspricht. Dies zeigt, wie anspruchsvoll Tieftaupunk-Messung ist. Es bedarf dazu einer sehr leistungsfähigen Elektronik und einem sehr empfindlichen Sensor, um hochwertige Resultate bei der Restfeuchtemessung zu liefern.

Was ist wichtig bei Tieftaupunkt-Messung

Messen von Wassermolekülen in so geringer Anzahl stellt hohe Anforderungen an den Messpunkt. So ist es wichtig, dass der Sensor stets gut umströmt ist, damit repräsentative Messwerte ermittelt werden können. ROTRONIC liefert dazu eine eigene Messkammer, welche spezifisch für den mechanischen Aufbau des Taupunktfühlers entwickelt wurde. Zuviel Strömung kann zu einem örtlichen Druckabfall führen, was die Messung beeinflusst, zu wenig Strömung zu einer Messung eines örtlichen Mikroklimas. Der konstante Luftstrom der Messkammer von 1 l/min garantiert somit stabile und zuverlässige Messresultate.
Die Angleichszeiten bei Taupunktmessungen können massiv länger sein als jene der Feuchtemessung. Alle Materialen im System und rund um den Sensor müssen austrocknen können. Es kann unter Umständen Stunden dauern, bis ein Tieftaupunktsystem eingeschwungen ist und die Restfeuchte aus allen Materialien gewichen ist.

Warum wird Tieftaupunkt gemessen

Die Überwachung des Taupunktes kann viele Gründe haben. Druckluftsysteme mit zu hohem Taupunkt können kondensieren und somit Ventile blockieren oder korrodieren lassen. Trockene Druckluftsysteme sind zudem weniger wartungsintensiv, was Kosten spart. Am System angeschlossene Geräte setzen hohe Anforderungen an die Trockenheit und fordern einen tiefen Taupunkt der Druckluft. Weiter gibt es empfindliche Prozesse, wie das Austrocknen von Spritzgussgranulat oder die Druckluft von Spritzlackierungen, welche besonders hohe Anforderungen an den Taupunkt des Systems stellen. Druckluftanlagen lassen sich des Weiteren nach ISO8573 klassifizieren. Je nach Klassifikation des Systems wird ein anderer Taupunkt vorausgesetzt, welchen es zu überwachen und zu regeln gilt.